1. jährliches ArmAteure-Treffen

Es gab ja schon immer wieder mal einzelne Versuche, sich im Clan untereinander zu treffen. Der harte Kern (meist aus dem Norden der Republik) kennt sich ja sowieso und auch der ein oder andere hat es schonmal geschafft, sich unter vier Augen zu treffen. Ein großes, allgemeines ArmAteure-Treffen gab es bisher aber noch nicht. Das KÖNNTE sich ändern!

Der inoffizielle Start einer Tradition

Anlässlich meines Geburtstags wollte ich mit ein paar Freunden schießen gehen. Auf Subbys Empfehlung hatte ich mir dazu auch schon die Waffenburg Zingst rausgesucht. Ich suchte mir also aus dem Freundeskreis einige Begleite. Bis auf eine Ausnahme waren es natürlich ArmAteure-Kameraden. 😉

Nach einem netten und kurzen Anruf stand dann fest: am 19.07.2020 gehen wir zusammen schießen! Mit zwei Autos sind wir dann aus Rostock und Stralsund angereist und haben uns vor dem Gebäudeeingang getroffen. Dort wartete er schon auf uns: Pfeife im Mund, Kaffee in der Hand und in Jägerkutte gekleidet begrüßte uns eine tiefe Stimme und stellte sich als Ken, unser Schießkursleiter, vor.

Im Smalltalk versuchte er ein wenig über uns herauszufinden, wie wir so ticken und ob wir wirklich so „kernbehindert“ sind, wie wir wohl für ihn als bunt zusammengewürfelte Truppe ausgesehen haben mussten. Wir wurden kategorisiert als „Jugend Forscht“ (Junge Buben) mit BAB (Bock auf Ballern). Was für die dann wohl so viel heißt wie: junge Leute, viel Bock, aber wenig Ahnung und einmal den Grundkurs ganz von vorne bitte. Aber alles mit einer gehörigen Prise Spaß. Man merkte schnell, dass sie so auch herausfinden wollen, ob man zu der Sorte gehört, die sich schnell überschätzt und mit Waffen irgendwelchen Blödsinn macht.

Eine AK, einen Karabiner und eine Magnum to go

Als wir dann den Laden vor den Schießanlagen betraten (Ja nicht die Corona-Maske vergessen!) ging es dann darum, den „Einkaufswagen“ mit unseren Vorlieben zu befüllen. Wir staunten nicht schlecht, was dort alles zur Auswahl stand. So ziemlich alles, was ein Gamer gerne mal beschießen möchte, gab es dort – ob modern oder historisch. Da der Preis am Ende durch alle geteilt wurde, suchten wir uns gemeinsam unsere „Lieblinge“ oder auch einfach nur Waffen aus, von denen wir dachten „jooo…. die muss man mal geschossen haben“.

(Da wir leider in der Schießanlage keine Photos mehr machen durften, ist das leider auch schon das einzige von dort. An ein Gruppenphoto hat keiner mehr gedacht)

Am Ende umfasste der „Einkaufswagen“ eine Kalaschnikow, ein Winchester Gewehr ganz im Wild-West Style, ein dem G36 ähnliches Gewehr von Heckler und Koch mit Rotpunktvisier, ein Karabiner K98, eine M1 Garand, eine M1911 Colt, ein Revolver mit dem größten Handfeuer-Kaliber und eine Maschinenpistole, die Ken nicht weiter benannte, aber trotzdem dazupackte, weil wir mit der lernen sollen, dass „Schießen Bock macht“. Zudem wollte er uns langsam an Knall und Rückstoß heranführen und gewöhnen.

Unten steif, oben weich

Auf der Schießbahn angekommen ging es dann so weiter, wie man sich das grob vorstellt. Man bekommt die Waffen einzeln erklärt und macht vor jedem ersten scharfen Schuss eine Trockenübung. Uns wurde erklärt, wie man die Waffe richtig hält, wie man den Druckpunkt findet, wie man richtig zielt. Mit „unten steif, oben weich“ wurde uns außerdem erklärt, wie man sich richtig hinstellt und wie die ideale Körperhaltung auszusehen hat. Mit weiteren lockeren und derben Witzen lockerte Ken die Stimmung immer wieder auf. Dies tat er, um eventuelle Ängste und Verkrampfungen zu lösen und ein entspanntes, aber respektvolles Hantieren mit den Waffen zu ermöglichen. So haben wir gut zwei Stunden verbracht und jeder hatte sichtlich Spaß mit den Knallstöcken.

Einen Blowjob für 15€

Das beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. 😉 Nach einer kleinen Kaffeepause kamen wir dann zum letzten Tagesordnungspunkt: Das Schießen mit einer Barett M107 auf klitzekleine Pappscheiben aus 50m. Auf Subbys Extrawunsch haben wir diese Extrarunde noch mitgenommen, bei der der einzelne Schuss schon 15€ kosten sollte. Als erster und einziger traute sich Subby an das große Gerät und alle anderen waren von Ken dazu aufgerufen worden, sich einen kostenlosen Blowjob abzuholen, indem sie sich einfach neben das Gewehr stellen sollten. SO EIN FEUERBALL JUNGE! Durch Subby angefeuert habe ich mich dann auch noch getraut, einmal mit dem Höllenteil zu schießen und stellte fest: selber schießen ist angenehmer als daneben zu stehen. Zumindest, wenn man KEINEN Blowjob möchte 😉

Bis nächstes Jahr

Glücklich, stolz aber auch ein wenig erschöpft verließen wir schließlich die Waffenburg. Eigentlich hatten wir noch nach einem Ort gesucht, um gemeinschaftlich irgendwo auf dem Rückweg Mittag zu essen. Da sich unsere Wege aber leider vorher trennten, müssen wir dies nun leider nachholen, genauso wie das Gruppenphoto.

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mitgekommen sind und diesen Tag so zu einem ganz besonderen gemacht haben:

  • PhilMuh
  • Nick
  • Subby
  • BlackSmith
  • und John, der Außenseiter 😉
  • und natürlich an Ken, unseren Schießkursleiter

Zudem gab dieser Tag Anlass darüber nachzudenken, ob wir nicht vielleicht einmal im Jahr mit möglichst allen Clan Mitgliedern etwas unternehmen wollen. Natürlich dann auch mal in die etwas südlichere Richtung, damit auch möglichst alle dabei sein können.

Folgende Ideen für zukünftige Treffen kamen mir schon in den Sinn:

  • Wieder Schießen
  • Paintball-Spielen
  • Panzer fahren (kostet 160€ – 200€, also mit ein paar Leuten gut handlebar)
  • Museen oder ähnliches

Was haltet ihr davon? Lasst es mich wissen. Je früher, desto besser ist es, etwas zu planen.

Bis nächstes Jahr,
euer Philos!

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